Isabelle Stephanblome
Leibniz Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF)
Forschungsgruppe Radikalisierung, Terrorismus und Extremismusprävention
Ersteinsendung des Projekts
Abgeschlossen
/
Drittmittelförderung
Ja
Mittelgeber
Bundesministerium
Terrorismus
Phänomenübergreifend
Qualitatives Forschungsdesign
Differente Faktoren der Einflussgrößen Person, Ideologie, Umfeld
- Dokumentenanalyse
- Diskursanalyse
Arbeitshypothese(n)
Der vorliegende Beitrag untersucht weniger den politischen Umgang mit dem Islamismus selbst, sondern dessen breitere Auswirkungen auf den (sicherheits-)politischen Diskurs in Deutschland. Anhand der Bundestagsdebatte zum Umgang mit der „Letzten Generation“ wird nachgezeichnet, wie (Un)Sicherheitsnarrative, die über die letzten zwei Jahrzehnte mit dem (islamistischen) Terrorismus verbunden waren, in andere Themenfelder übernommen worden sind. Er nimmt die Beobachtung einer ‚diskursiven Schieflage‘ in der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte zum Ausgangspunkt und untersucht, wo und wie sich im Diskurs über die „Letzte Generation“ narrative Parallelen zum „Kampf gegen den Terrorismus“ zeigen. Hierzu werden Erkenntnisse zum deutschen Anti-Terror-Diskurs zusammengetragen und mit einer Narrativanalyse der bundespolitischen Debatte über die „Letzte Generation“ in Beziehung gesetzt. Es zeigt sich eine Übertragung von Erzählmustern, die ursprünglich aus der Terrorismusbekämpfung stammen, und wie versucht wird, deren etablierte legitimatorische Kraft nun in einem anderen Kontext politisch nutzbar zu machen.
Zitation des Projekts
Stephanblome, I. Entgrenzte Wehrhaftigkeit? Der deutsche Anti-Terror-Diskurs und die Bundestagsdebatten zum Umgang mit der „Letzten Generation“. Z Friedens und Konflforsch 14, 159–188 (2025). https://doi.org/10.1007/s42597-024-00133-2
Quellenangabe projektbezogener Publikation
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