Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung

MOTRA ist ein Verbundprojekt der zivilen Sicherheitsforschung, an dem viele Partnerorganisationen aus Wissenschaft und Praxis beteiligt sind. MOTRA verfolgt zwei Zielstellungen. Zum einen soll mittels eines breit angelegten Forschungsansatzes das Radikalisierungsgeschehen in Deutschland fortlaufend beobachtet werden. Damit sollen künftig schneller Entwicklungen erkannt werden, die darauf hindeuten, dass radikaler Protest droht in Gewalt, in Extremismus oder gar Terrorismus umzuschlagen. Zum anderen soll MOTRA als ein zentraler Informations-Hub ausgebaut werden, über den ein umfassender Wissenstransfer geschehen soll. Ziel ist es, das in Forschung und Praxis geschöpfte Wissen unmittelbarer zwischen den Arbeitsfeldern Wissenschaft, Praxis und Politik auszutauschen.

Veranstaltungen & News

28.

Februar

Workshop

Netzwerk Terrorismusforschung e.V. (NTF)

Angewandte Radikalisierungsforschung: Wissenschaft und Wirtschaft im Dialog
Sicherheitsforschung ist keine rein akademische Angelegenheit, sondern stets eng verbunden mit Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, schlicht: der Realität. Deshalb möchten wir für den NTF-Workshop einladen, Beiträge insbesondere aus der, für die oder mit Bezug zur Wirtschaft einzureichen. Wie lässt sich das Berufsfeld „Extremismusprävention“ im Bereich der Wirtschaft verorten? Wo liegen die Bedarfe und die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen einer angewandten Radikalisierungsforschung?

 

Ab 22.

Mai

Trainer

Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX)

Antisemitismus wirksam begegnen – eine Qualifizierung zum handlungssicheren Umgang in Strafvollzug und Bewährungshilfe
In Strafvollzug und Bewährungshilfe tätige Fachkräfte können in ihrem Arbeitsfeld unterschiedlichen antisemitischen Erscheinungsformen begegnen. Dabei ist Antisemitismus nicht allein rechtsextremen und islamistischen Szenen vorbehalten; Studien weisen judenfeindliche Verschwörungsnarrative auch (zunehmend) in der „Mitte“ der Gesellschaft nach. Oft fehlen geeignete Handlungsstrategien – die Train-the-Trainer-Qualifizierung „Antisemitismus wirksam begegnen“ schließt diese Lücke.

12./13.

Juni

Kongress

Deutscher Präventionstag (DPT)

Krisen & Prävention
Der 28. Deutsche Präventionstag findet als zweitägige Präsenzveranstaltung in Mannheim statt. Das Schwerpunktthema lautet „Krisen & Prävention“. Kurzgefasst umfasst dies Debatten über Wahrnehmungen, Auswirkungen, Umgangsweisen und präventive Lösungsansätze aktueller Krisen.

Bis 1.

Oktober

Ausstellung

Memorium Nürnberger Prozesse

RECHTSTERRORISMUS – Verschwörung und Selbstermächtigung – 1945 bis heute
Die Ausstellung geht auf über 20 Fälle von rechtsterroristischer Gewalt zwischen 1945 und heute ein. Deutlich wird, dass Rechtsterrorismus keine temporäre und lokale Erscheinung der Gegenwart ist, sondern ein ständiger Begleiter der deutschen und internationalen Geschichte.

28.2. - 1.3.

2023

Konferenz

MOTRA

MOTRA-K #2023
Unter dem Schwerpunktthema „Multiple Krisen … multiple Radikalisierung?“ wird die MOTRA-K#2023 im kommenden Frühjahr wieder ein vielfältiges Programm aus Beiträgen der Radikalisierungsforschung und Präventionspraxis bieten.

Neue Beiträge aus dem MOTRA-Verbund

Kommunales Monitoring zu Hass, Hetze und Gewalt (KoMo)

In Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden (DST, DLT, DStGB) führt das Bundeskriminalamt im Rahmen von MOTRA ein „Kommunales Monitoring zu Hass, Hetze und Gewalt gegenüber Amtsträgerinnen und Amtsträgern (KoMo)“ durch. Dabei handelt es sich um eine längsschnittlich angelegte bundesweite Befragung aller haupt- und ehrenamtlicher (Ober-) Bürgermeister*innen und Landrät*innen zu Erfahrungen mit Anfeindungen und Bedrohungen in ihrem Amtsalltag.
Der Bericht beinhaltet die Ergebnisse zur Ersterhebung (Herbstbefragung´22) und zeichnet ein erstes Bild zum Anfeindungsgeschehen im zurückliegenden Halbjahr (Referenzzeitraum: April-Oktober´21).
MOTRA-K#2023

Schwerpunktthema: „Multiple Krisen…Multiple Radikalisierung?“

28. Februar & 1. März 2023
in Wiesbaden