Kommunales Monitoring zu Hass, Hetze und Gewalt gegenüber Amtsträgerinnen und Amtsträgern (KoMo)

Unsere Motivation
Zitate von Teilnehmer*innen der Umfragen
Ein Schutz des privaten Umfeldes ist nicht möglich. In diesem Bereich ist jeder Mandatsträger mit Familie massiv verwundbar und erpressbar.
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Ich habe meine Aktivitäten in sozialen Netzwerken im Juni 2021 eingestellt, da ein sachlicher Austausch in diesen Foren nicht möglich ist.
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Eine Verrohung der Sprache und des Umgangs hat in den letzten 10 Jahren deutlich zugenommen.
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Auch wenn in meinem Falle nicht der 'große Angriff' auf meine Person passiert ist, so sind es doch über die Jahre die vielen verletzenden und respektlosen Kommentare, Unterstellungen und Beleidigungen, die die Ausübung dieses an sich so wunderbaren Amtes deutlich erschweren und nicht zwingend attraktiver machen!
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Gut, dass es hierzu nun eine Erhebung gibt. Das Thema muss in die Öffentlichkeit.
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Danke für Ihr offenes Ohr und die Umfrage. Hier muss sich schnell was bewegen. Nur politische Diskussionen und Feststellungen helfen nicht weiter. Immer mehr Kollegen*innen inkl. deren Familien sind betroffen. Herzlichen Dank.
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Das Thema ist im ehrenamtlichen Rahmen besonders sensibel: Ehrenamtliche Ortsbürgermeister werden immer öfter mit einem teilweise überbordenden Anspruchsdenken einer sich verändernden individualisierenden Gesellschaft konfrontiert. Teile dieser (auch dörflichen) Gesellschaft treten zunehmend aggressiv auf. Das demotiviert leider und die Gesundheit leidet.
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Wir Bürgermeister*innen sind die „Schuhabtreter der Nation“, werden für Stuttgart, Berlin und Brüssel verantwortlich gemacht und von denen da oben alleine gelassen. Verantwortung, Einsatz, Arbeitszeit usw. stehen in keinem Verhältnis mehr zu den Ministerialen, die nur im geschützten Raum agieren … immer mehr Kollegen sind frustriert und schmeißen das Handtuch.
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Übersicht

Hass und Hetze, sei es analog oder digital, geschieht über räumliche, demografische, politische und soziale Grenzen hinweg und betrifft letztlich mehr oder weniger direkt uns alle, leben wir doch alle in Kommunen, auf deren Funktionieren, auf deren sozialen Frieden und Zusammenhalt wir angewiesen sind. Wenn sich ein radikales Aufbegehren gegen politische Entscheidungen nicht nur in legitimen, strafrechtskonformen Protest äußert, sondern in Hass, Hetze und Gewalt umschlägt, ist unser aller Achtsamkeit gefordert. Diesen Kipppunkt frühzeitig zu erkennen und zu verstehen, ist die Voraussetzung für ein vorausschauend-präventives Agieren. In dieser Intention ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durch die Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus des Bundeskriminalamtes und innerhalb von MOTRA ein Kommunales Monitoring zu Hass, Hetze und Gewalt gegenüber Amtsträgerinnen und Amtsträgern aufgelegt worden.

Wie das MOTRA-Projekt insgesamt, zeichnet sich das ebenfalls bundesweit angelegte MOTRA-KoMo durch einen Längsschnittcharakter aus. So wird es möglich, nicht nur Momentaufnahmen, sondern insbesondere auch längerfristige Entwicklungstrends abzubilden. Dies eröffnet im Laufe der Zeit ein näheres Verständnis der Hass und Hetze zu Grunde liegenden

Ursachen und Prozesse. Darauf aufbauend wird es so mittelfristig möglich, unter Beratung von Expertinnen und Experten aus dem MOTRA-Netzwerk sowie im Austausch mit den Kommunalen Spitzenverbänden und vor allem mit Betroffenen selbst evidenzbasierte und praxisnahe präventiv ausgerichtete Handlungsstrategien und konkrete Konzepte zu entwickeln.

In dieser Intention wird das MOTRA-KoMo in halbjährlichem Abstand zunächst bis Ende 2024 durchgeführt, das im Kern eine bundesweite Befragung aller ehren- und hauptamtlichen (Ober-) Bürgermeisterinnen/Bürgermeister und Landrätinnen/Landräte vorsieht.

Wie angedeutet, dient diese Befragung nicht einem wissenschaftlichen Selbstzweck. Das kontinuierliche Monitoring soll über die Ermöglichung der Entwicklung präventiver Handlungsstrategien hinausgehend den Amtsträgerinnen und -trägern eine Plattform bieten, sich mitzuteilen und ihre Erfahrungen mit denen ihrer Kolleginnen und Kollegen über die regelmäßig berichteten Analysen und Beobachtungen zu teilen. Die Betroffenenperspektive ist der zentrale empirische Bezugspunkt des MOTRA-KoMo.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Aktuelle Kernbefunde

Frühjahrsbefragung 2022

Erste Ergebnisse aus der zweiten Erhebung (Zeitraum November 2021 bis April 2022) in einem Onepager zusammengefasst.

Fragen zur
Studie?

Erste Ergebnisse aus der zweiten Erhebung (Zeitraum November 2021 bis April 2022) in einem Onepager zusammengefasst.

Bundeskriminalamt IZ 32 – Forschungsstelle
Terrorismus/
Extremismus (FTE)
Äppelallee 45 – 65203 Wiesbaden