Benedikt Friedrich
Interdisziplinäres Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e.V. (IZRD)
Radikalisierungsprävention
Ersteinsendung des Projekts
Offen
Policy Paper
Drittmittelförderung
Nein
Übergreifend: Radikalisierung – Extremismus und/oder Terrorismus
Phänomenübergreifend
Mixed-Methods Forschungsdesign
Differente Faktoren der Einflussgrößen Person, Ideologie, Umfeld
Dokumentenanalyse
Arbeitshypothese(n)
Radikalisierung in der zweiten Lebenshälfte ist bislang in öffentlicher Wahrnehmung, Forschung und Ausstiegsarbeit wenig beachtet. Die Aufmerksamkeit gilt meist Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei engagieren sich auch ältere Menschen in demokratiefeindlichen Milieus, radikalisieren sich online oder festigen extremistische Weltbilder in späteren Lebensabschnitten. Eine mangelnde Sensibilisierung für zielgruppenspezifische Bedürfnisse und Vulnerabilitätsfaktoren sowie Fragen der Erreichbarkeit von älteren Personen stellen Fachpraxis und Politik vor neue Herausforderungen.
Das Policy Paper plädiert dafür, diese Zielgruppe stärker in den Blick zu nehmen. Es benennt Leerstellen, zeigt Handlungsbedarfe auf und formuliert Empfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen. Neben einer besseren empirischen Datenlage braucht es verlässliche Förderstrukturen, geeignete Zugänge zur Zielgruppe sowie eine stärkere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex.
Forschungsbefunde
Radikalisierung in der zweiten Lebenshälfte ist bislang in öffentlicher Wahrnehmung, Forschung und Ausstiegsarbeit wenig beachtet. Die Aufmerksamkeit gilt meist Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei engagieren sich auch ältere Menschen in demokratiefeindlichen Milieus, radikalisieren sich online oder festigen extremistische Weltbilder in späteren Lebensabschnitten. Eine mangelnde Sensibilisierung für zielgruppenspezifische Bedürfnisse und Vulnerabilitätsfaktoren sowie Fragen der Erreichbarkeit von älteren Personen stellen Fachpraxis und Politik vor neue Herausforderungen.
Das Policy Paper plädiert dafür, diese Zielgruppe stärker in den Blick zu nehmen. Es benennt Leerstellen, zeigt Handlungsbedarfe auf und formuliert Empfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen. Neben einer besseren empirischen Datenlage braucht es verlässliche Förderstrukturen, geeignete Zugänge zur Zielgruppe sowie eine stärkere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex. Hierbei ist die Arbeit von dist[ex] – Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur für Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit ein wichtiger erster Schritt. Um das Thema langfristig verankern zu können, sind jedoch weitere Impulse auf fachlicher, struktureller und politischer Ebene notwendig.
Praktische Umsetzung
Sensibilisierung erhöhen; Förderlandschaft diversifizieren; Trägerstrukturen nachhaltig absichern; Wissenschaft und Forschung stärken; Lebensweltnahe Netzwerke aufbauen; Zugang über das soziale Umfeld ermöglichen; digitale Resilienz fördern
Zitation des Projekts
Friedrich, Benedikt (2025). Leerstelle (R)age? Radikalisierung in der zweiten Lebenshälfte als Herausforderung für die DIstanzierungs- und Ausstiegsarbeit. Dist[ex] Policy Paper 01/2025. Berlin: Hg. V. dist[ex] – Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur für Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit.
Quellenangabe projektbezogener Publikation
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