A cross-sectional study on transphobia, compassion, and crime perception in Germany.

Autor*innen
Kristin Weber, Aileen Krumma, Anika Radewald, Rowenia Bender, Aaron Bielejewski, Deliah Wagner
Organisation/Institut
Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen e.V.
Fachgebiet
Kriminologie
Einsendeart
Ersteinsendung des Projekts
Projektstand
Abgeschlossen

Forschungseinrichtung(en)
Außeruniversitär (Forschungsgemeinschaft)
Publikationsformate
Buchkapitel
Drittmittelförderung
Ja

Mittelgeber
Landesministerium

Zentraler Phänomenbezug
Übergreifend: Radikalisierung – Extremismus und/oder Terrorismus
Welche Faktoren sagen transfeindliche Einstellungen voraus und inwiefern hängen transfeindliche Einstellungen mit der Unterstützung für polizeiliches Einschreiten gegen transfeindliche Gewalt zusammen?

Phänomenbereich
Phänomenübergreifend
Forschungsmethodik
Quantitatives Forschungsdesign
Zentralfokus
Differente Faktoren der Einflussgrößen Person, Ideologie, Umfeld
 
  • Fragebogen
  • Erhebung in der virtuellen Welt
  • Deskriptivanalyse
  • Bivariate Verfahren
  • Multivariate Verfahren
Der stärkste Prädiktor für transfeindliche Einstellungen war die politische Orientierung: je rechter, desto transfeindlicher. Negativer Intergruppenkontakt war stärker mit transfeindlichen Einstellungen assoziiert als positiver Kontakt. Diversitätsüberzeugungen und weibliches Geschlecht gingen mit geringeren transfeindlichen Einstellungen einher. Bildung zeigte keinen signifikanten Effekt.
 
Transfeindliche Einstellungen waren der stärkste Prädiktor für eine geringere Unterstützung polizeilichen Einschreitens bei transfeindlichen Gewalttaten.
 
Die Mehrheit der Befragten befürwortet polizeiliches Einschreiten (M = 5.6), transfeindliche Einstellungen wurden weder klar abgelehnt noch zugestimmt (M = 3.57).
 

Praktische Umsetzung
Da transfeindliche Einstellungen der stärkste Prädiktor für eine geringere Unterstützung von Schutzmaßnahmen sind, müssen Interventionen primär auf Einstellungsveränderungen abzielen. Stärkung von Diversitätsüberzeugungen in der Gesellschaft, z. B. durch Diversity-Trainings. Positiver Kontakt mit Transpersonen und ihre öffentliche Sichtbarkeit sollten aktiv gefördert werden, um Vorurteile abzubauen.

 
Zitation des Projekts
Weber, K., Krumma, A., Radewald, A., Bender, R., Bielejewski, A., & Wagner, D. (2026.) A cross-sectional study on transphobia, compassion, and crime perception in Germany. In Colliver, B., Healy, J.C., McBride, K. & Gwenffrewi, G. (Hrsg.) Contemporary Issues in Transphobic Hate and Prejudice. Routledge. https://doi.org/10.4324/9781003564928
 
Quellenangabe projektbezogener Publikation
Weblink