Einstellungen zu vorurteilsmotivierter Gewalt

Autor*innen
Rowenia Bender
Organisation/Institut
Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen e.V.
Fachgebiet
Kriminologie
Einsendeart
Ersteinsendung des Projekts
Projektstand
Abgeschlossen

Forschungseinrichtung(en)
Außeruniversitär (Forschungsgemeinschaft)
Publikationsformate
Konferenzbeitrag
Drittmittelförderung
Ja

Mittelgeber
Landesministerium

Zentraler Phänomenbezug
Übergreifend: Radikalisierung – Extremismus und/oder Terrorismus
Wie wird vorurteilsmotivierte Gewalt in der deutschen Bevölkerung bewertet? Welche Rolle spielen dabei Intergruppenkontakt und transfeindliche Einstellungen?

Phänomenbereich
Phänomenübergreifend
Forschungsmethodik
Quantitatives Forschungsdesign
Zentralfokus
Differente Faktoren der Einflussgrößen Person, Ideologie, Umfeld
 
  • Fragebogen
  • Erhebung in der virtuellen Welt
  • Deskriptivanalyse
  • Bivariate Verfahren
  • Multivariate Verfahren
Die Mehrheit der Befragten bewertete vorurteilsmotivierte Gewalt als sehr verwerflich; Befragte mit einer Parteipräferenz für die AfD bewerteten vorurteilsmotivierte Gewalt signifikant weniger verwerflich als andere Befragte, die andere Parteien präferieren. Personen in den neuen Bundesländern bewerteten vorurteilsmotivierte Gewalt als weniger verwerflich als Personen in den alten Bundesländern.

Positiver Kontakt mit Transpersonen hat einen positiven direkten Effekt auf die Unterstützung für polizeiliches Einschreiten bei transfeindlicher Gewalt sowie einen indirekten Effekt, vermittelt durch transfeindliche Einstellungen.
 

Praktische Umsetzung
Positiver Kontakt mit Angehörigen stigmatisierter Gruppen kann Vorurteile reduzieren und Einstellungen zu vorurteilsmotivierter Gewalt verbessern. Vorurteilskriminalität muss im gesamtgesellschaftlichen Kontext betrachtet werden: individuelle Einstellungen sind eingebettet in regionale Meinungsklimata.

Zitation des Projekts
Bender, R. (2026, 14. April). Einstellungen zu vorurteilsmotivierter Gewalt. [Vortrag]. 31. Deutscher Präventionstag, Hannover, Deutschland. https://doi.org/10.13140/RG.2.2.20874.22722
 
Quellenangabe projektbezogener Publikation
Weblink