Rowenia Bender, Kristin Weber
Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen e.V.
Kriminologie
rowenia.bender@zkfs.de
Ersteinsendung des Projekts
Abgeschlossen
Außeruniversitär (Forschungsgemeinschaft)
Forschungsbericht
Ja
Mittelgeber
Landesministerium
Übergreifend: Radikalisierung – Extremismus und/oder Terrorismus
Phänomenübergreifend
Quantitatives Forschungsdesign
(primär) Person
- Fragebogen
- Erhebung in der virtuellen Welt
- Deskriptivanalyse
- Bivariate Verfahren
Unter den Befragten gaben 17.25 % an (indirekte oder direkte) Gewalt aufgrund der eigenen Ethnie/Religion erfahren zu haben, fast 16 % aufgrund der sexuellen Orientierung und fast jede fünfte befragte Person erfuhr indirekt oder direkt Gewalt aufgrund des Migrationshintergrundes.
Personen mit Migrationshintergrund erlebten im Vergleich zur Gesamtstichprobe bis zu 2.5-mal häufiger vorurteilsmotivierte Gewalt.
Opfer von vorurteilsmotivierten Gewalttaten, sexueller Nötigung/Missbrauch sowie Polizeigewalt meldeten diese Vorfälle deutlich seltener der Polizei und brachten diese seltener zur Anzeige als Opfer von Einbruch, Raub, Körperverletzung oder digitalen Identitätsdiebstahl.
Betroffene von vorurteilsmotivierter Gewalt sowie Polizeigewalt, Nötigung/ Missbrauch oder Körperverletzung zeigten weniger Vertrauen in die Polizei/Justiz als Personen, die keine solchen Viktimisierungserfahrungen gemacht hatten.
Opfer mit Migrationshintergrund, insbesondere Opfer vorurteilsmotivierter Gewalt mit Migrationshintergrund, wiesen höhere Kriminalitätsfurcht auf als solche ohne Migrationshintergrund.
Bender, R. & Weber, K. (2023). Vorurteilskriminalität – Viktimisierung durch vorurteilsmotivierte Gewalt. In D. Bolesta, J. L. Führer, R. Bender, A. Bielejewski, A. Radewald, K. Weber & F. Asbrock (Hrsg.), Panel zur Wahrnehmung von Kriminalität und Straftäter:innen (PaWaKS): Zweite Berichtsserie. Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen e.V. Online verfügbar unter: https://www.zkfs.de/pawaks/.
Weblink
https://www.zkfs.de/pawaks/